Die kurze Antwort: Ein Schwangerschaftskalender teilt 280 Tage ab dem ersten Tag der letzten Periode in vierzig Wochen zu je sieben Tagen und stellt jeder ein echtes Datum gegenüber. Das erste Trimester reicht bis zum Ende von SSW 13, das zweite bis zum Ende von SSW 27, das dritte bis zur Geburt. Die Untersuchungen liegen in diesen üblichen Zeitfenstern: Mutterpass in SSW 8–10, Ultraschall zur Terminbestimmung in SSW 10–14, Ersttrimester-Screening in SSW 11–14, Organscreening in SSW 18–21, Zuckerbelastungstest in SSW 24–28, Anti-D-Prophylaxe um SSW 28 bei negativem Rhesusfaktor. Termingerecht ist eine Schwangerschaft ab SSW 37, und bis SSW 42 ist die Dauer normal.
Drei Wege hinein — ein Kalender heraus
Alle drei Reiter oben berechnen dasselbe — den ersten Tag der letzten Periode oder sein Äquivalent —, und der Rest folgt daraus:
- Nach Geburtstermin. 280 Tage abziehen. Nimm diesen Weg, wenn du einen Ultraschall zur Terminbestimmung hattest: Sein Datum ist genauer als jede Korrektur über die Zykluslänge.
- Nach letzter Periode. Gib deine tatsächliche Zykluslänge ein und nicht die voreingestellten 28 Tage: Ein 32-Tage-Zyklus bedeutet einen um vier Tage späteren Eisprung, also verschiebt sich auch der ganze Kalender um vier Tage.
- Nach aktueller Woche. Praktisch, wenn dir beim Termin „12+3“ genannt wurde, aber niemand den Geburtstermin aufgeschrieben hat.
Es wird nichts irgendwohin geschickt. Die ganze Rechnung passiert in deinem Browser — genau deshalb erzeugt die Druckschaltfläche ein sauberes PDF und keinen Download von einem Server.
Was wann passiert — der Vorsorgeplan
Das sind die Zeitfenster, an denen sich die meisten Gesundheitssysteme orientieren. Dein eigener Plan wird sich im Detail unterscheiden, und ein Land mit neun Terminen sieht anders aus als eines mit vierzehn — aber die biologischen Gründe für diese Zeitpunkte sind überall dieselben, und deshalb verschieben sich die Fenster selbst kaum.
| Wann | Was | Warum gerade dann |
|---|---|---|
| SSW 8–10 | Erster Termin, erste Untersuchungen | Früh genug, um Betreuung und Screenings zu planen, und spät genug, um die Schwangerschaft zu bestätigen |
| SSW 10–14 | Ultraschall zur Terminbestimmung | Die Scheitel-Steiß-Länge datiert genau in diesem Fenster am genauesten |
| SSW 11–14 | Ersttrimester-Screening | Die Nackenfalte lässt sich nur messen, solange der Fötus diese Größe hat |
| Ab SSW 10 | NIPT, auf Wunsch | Erst jetzt ist genug fetale DNA im mütterlichen Blut |
| SSW 18–21 | Organscreening | Die Organe sind angelegt und groß genug zur Beurteilung, aber noch gut darstellbar |
| SSW 24–28 | Zuckerbelastungstest | Jetzt erreicht die Insulinresistenz ihren Höhepunkt und ein Schwangerschaftsdiabetes wird sichtbar |
| ~SSW 28 | Anti-D bei negativem Rhesusfaktor, Kontrolluntersuchungen | Prophylaxe vor dem dritten Trimester; eine Blutarmut zeigt sich meist jetzt |
| SSW 16–32 | Keuchhusten-Impfung | Mütterliche Antikörper gehen über die Plazenta und schützen das Neugeborene |
| Ab SSW 28 | Täglich die Kindsbewegungen zählen | Das Bewegungsmuster ist stabil genug, um eine Veränderung zu bemerken |
| SSW 35–37 | Kliniktasche, Geburtsplan, Lage des Babys | Vor dem Zeitpunkt, ab dem eine Geburt nicht mehr aufgehalten wird |
| SSW 37–42 | Auf die Anzeichen der Geburt achten | Termingerechter Bereich; über eine Einleitung wird meist um SSW 41–42 gesprochen |
Wie die vierzig Wochen gruppiert sind
Erstes Trimester — SSW 1–13
Die erste und die zweite Woche liegen vollständig vor der Empfängnis; ab SSW 3 gibt es einen Embryo. Alle wichtigen Organsysteme sind bis zum Ende von SSW 12 angelegt — genau deshalb zählt Folsäure schon vor dem positiven Test und nicht erst danach. Die Beschwerden erreichen meist in SSW 8–10 ihren Höhepunkt. Mehr dazu im Ratgeber zum ersten Trimester.
Zweites Trimester — SSW 14–27
Die Übelkeit lässt meist nach, die Energie kommt zurück, und in die Mitte dieses Abschnitts fällt das Organscreening. Die ersten Kindsbewegungen kommen zwischen SSW 16 und 24 — beim ersten Kind später. Mehr dazu im Ratgeber zum zweiten Trimester.
Drittes Trimester — ab SSW 28 bis zur Geburt
Die Termine werden häufiger, das Zählen der Kindsbewegungen beginnt, und die praktische Vorbereitung steht an. Ab SSW 37 gilt die Schwangerschaft als termingerecht, und der Plan wechselt von „austragen“ zu „auf den Beginn achten“. Mehr dazu im Ratgeber zum dritten Trimester.
Die Termine, die in keinem Kalender stehen
Melde dich noch am selben Tag, egal welche Woche der Kalender zeigt, wenn:
- die Kindsbewegungen nach SSW 28 weniger geworden oder anders sind;
- eine Blutung auftritt, in jeder Schwangerschaftswoche;
- du starke Kopfschmerzen, Sehstörungen oder plötzlich geschwollenes Gesicht und geschwollene Hände hast — Zeichen einer Präeklampsie;
- vor SSW 37 Flüssigkeit abgeht oder regelmäßige schmerzhafte Kontraktionen einsetzen;
- du starke Bauchschmerzen, Fieber oder Schmerzen beim Wasserlassen hast.
Keiner dieser Punkte wartet auf den nächsten regulären Termin.
Du kennst dein Datum noch nicht? Der Geburtsterminrechner berechnet es nach Periode, Empfängnisdatum oder Embryotransfer, und der Empfängnisrechner macht dieselbe Rechnung rückwärts. Ist die Schwangerschaft noch geplant, fang beim Eisprungrechner an.
Passende Rechner und Ratgeber
Häufige Fragen zum Schwangerschaftskalender
Wie funktioniert ein Schwangerschaftskalender?
Eine Schwangerschaft wird als 280 Tage — 40 Wochen — ab dem ersten Tag der letzten Periode gerechnet. Gib dem Kalender eines von drei Dingen (deinen Geburtstermin, diesen ersten Tag oder deine aktuelle Woche), und er rechnet den Rest aus, verteilt sieben Tage auf jede der vierzig Wochen und markiert, wo du gerade stehst.
Wann finden die wichtigsten Untersuchungen statt?
Die international üblichen Zeitfenster sind: erster Termin mit Mutterpass in SSW 8–10, Ultraschall zur Terminbestimmung in SSW 10–14, Ersttrimester-Screening in SSW 11–14, Organscreening in SSW 18–21, Zuckerbelastungstest in SSW 24–28, Anti-D-Prophylaxe bei negativem Rhesusfaktor um SSW 28 und die Keuchhusten-Impfung etwa zwischen SSW 16 und 32. Die genauen Termine hängen vom Land und von deinem Vorsorgeplan ab — Termin für Termin steht das in den Vorsorgeterminen.
Warum liegt mein Kalender zwei Wochen vor der Empfängnis?
Weil ab der letzten Periode gezählt wird und nicht ab der Empfängnis, und der Eisprung etwa zwei Wochen später folgt. Das heißt: Am Tag der Empfängnis bist du rechnerisch schon in Woche 2, und wenn der Test zum ersten Mal positiv wird, in Woche 4. Diese Verschiebung erklärt der Empfängnisrechner.
Was gilt, wenn mein Zyklus keine 28 Tage hat?
Nimm den Reiter „Nach letzter Periode“ und gib deine tatsächliche Zykluslänge ein. Ein längerer Zyklus bedeutet einen späteren Eisprung, also verschiebt sich der ganze Kalender um diese Differenz nach hinten; ein kürzerer nach vorn. Hattest du schon einen Ultraschall zur Terminbestimmung, nimm den Termin von dort: Er ist genauer als jede Korrektur über die Zykluslänge.
Kann ich den Kalender ausdrucken?
Ja. Füll ihn aus und nutze dann die Druckschaltfläche unter dem Ergebnis — dein Browser druckt oder speichert ein PDF mit allen vierzig Zeilen und deinen Daten. Es wird nichts irgendwohin geschickt: Die ganze Seite läuft in deinem Browser.
Wie viele Monate sind 40 Wochen?
Etwa 9,2 Kalendermonate — genau deshalb gehen die traditionellen „neun Monate“ nie ganz auf. Schwangerschaftsmonate werden üblicherweise als 4–4–5 Wochen gruppiert und nicht nach dem Kalender, und genau diese Gruppierung nutzt die Spalte „Monat“.
Wann beginnt und endet jedes Trimester?
Das erste Trimester reicht bis zum Ende von SSW 13, das zweite von SSW 14 bis zum Ende von SSW 27, das dritte von SSW 28 bis zur Geburt. Als termingerecht gilt eine Schwangerschaft ab SSW 37; alles zwischen 37 und 42 Wochen ist eine normale Schwangerschaftsdauer.
Kann sich mein Geburtstermin ändern?
Ja, einmal. Weicht der Ultraschall zur Terminbestimmung um mehr als 5 bis 7 Tage von der Rechnung ab der Periode ab, gilt sein Datum — und danach steht es für den Rest der Schwangerschaft fest, auch wenn spätere Untersuchungen dein Baby größer oder kleiner als den Durchschnitt zeigen. Komm einfach hierher zurück, gib das neue Datum ein, und der ganze Kalender verschiebt sich mit.
Quellen
- ACOG — Routineuntersuchungen in der Schwangerschaft
- NHS — deine Vorsorgetermine
- NHS — Screenings in der Schwangerschaft
Der Schwangerschaftskalender — das Wichtigste
Ein Schwangerschaftskalender zerlegt die 280 Tage ab dem ersten Tag der letzten Periode in vierzig Wochen und stellt jeder ein echtes Kalenderdatum gegenüber — aus einem Geburtstermin wird so ein Plan. Das erste Trimester endet mit SSW 13, das zweite mit SSW 27, das dritte dauert bis zur Geburt; termingerecht beginnt bei SSW 37, und eine Dauer bis SSW 42 ist normal. Die Untersuchungen liegen in vorhersehbaren Fenstern, weil die Biologie es so vorgibt: Mutterpass und erste Blutwerte in SSW 8–10, Ultraschall zur Terminbestimmung in SSW 10–14, solange die Scheitel-Steiß-Länge das genaueste Maß ist, Ersttrimester-Screening in SSW 11–14, solange sich die Nackenfalte überhaupt messen lässt, Organscreening in SSW 18–21, wenn die Organe angelegt und noch gut sichtbar sind, der Zuckerbelastungstest in SSW 24–28, wenn die Insulinresistenz ihren Höhepunkt erreicht, und Anti-D um SSW 28 bei negativem Rhesusfaktor. Das Zählen der Kindsbewegungen beginnt ab SSW 28, Kliniktasche und Geburtsplan stehen in SSW 35–37 an, und ab SSW 37 achtest du auf die Anzeichen der Geburt. Der Geburtstermin kann sich einmal ändern — wenn der Ultraschall um mehr als fünf bis sieben Tage von der Rechnung ab der Periode abweicht —, danach steht er fest. Kombiniere den Kalender mit der Babygröße nach SSW, um zu sehen, wie jede dieser Daten aussieht.