So rechnet der Geburtsterminrechner
Der Rechner benutzt dieselben Formeln wie die Geburtshilfe:
- Ab der letzten Periode: Geburtstermin = erster Tag der Periode + 280 Tage. Das ist die Naegele-Regel — die Standardformel für einen 28-Tage-Zyklus mit Eisprung an Tag 14.
- Ab dem Empfängnisdatum: Geburtstermin = Empfängnisdatum + 266 Tage.
- Ab dem Embryotransfer: Geburtstermin = Transferdatum + 266 Tage − Alter des Embryos (bei einem Transfer an Tag 5 also + 261 Tage).
Ist dein Zyklus regelmäßig länger oder kürzer als 28 Tage, passt sich die Rechnung automatisch an: Zu den 280 Tagen kommt die Differenz (Zykluslänge − 28) dazu.
Wie genau ist der errechnete Termin?
Nur etwa 5 % der Babys kommen genau am errechneten Termin zur Welt. Die allermeisten in einem Fenster von zwei Wochen davor oder danach. Als termingerecht gilt eine Geburt ab SSW 37: 37+0 bis 38+6 heißt frühe Termingeburt, 39+0 bis 40+6 Termingeburt, 41+0 bis 41+6 späte Termingeburt, und ab 42+0 spricht man von Übertragung.
Der Ultraschall zur Terminbestimmung in SSW 10–13 ist genauer als jede Rechnung — besonders bei unregelmäßigen Zyklen, spätem Eisprung oder wenn du dir beim Datum deiner letzten Periode nicht sicher bist. Weicht er um mehr als 5–7 Tage ab, gilt üblicherweise der Termin aus dem Ultraschall.
Der Schwangerschaftsverlauf im Überblick
| Trimester | Wochen | Was passiert |
|---|---|---|
| Erstes | 1–13 | Empfängnis, Einnistung, Anlage der Organe, Verschluss des Neuralrohrs. Ratgeber erstes Trimester |
| Zweites | 14–27 | Organscreening, erste Kindsbewegungen, schnelles Wachstum, die „goldene Zeit“. Ratgeber zweites Trimester |
| Drittes | 28–40 | Gewichtszunahme des Babys, Kindsbewegungen zählen, Kliniktasche, Geburtsanzeichen. Ratgeber drittes Trimester |
Die wichtigsten Etappen — und wann sie kommen
SSW 6–8
Erste Vorsorgeuntersuchung und Anlage des Mutterpasses. Die Schwangerschaft wird bestätigt, dazu Anamnese, Blutuntersuchung und Urinprobe.
SSW 10–13
Ultraschall zur Terminbestimmung — bestätigt das Schwangerschaftsalter und kann deinen Termin korrigieren. Auf Wunsch das Ersttrimester-Screening auf Chromosomenbesonderheiten. Ende des ersten Trimesters.
SSW 16
Manche spüren jetzt die ersten Kindsbewegungen. Routinetermin bei Ärztin, Arzt oder Hebamme.
SSW 18–22
Organscreening — der ausführliche Ultraschall, der die Organe und das Wachstum deines Babys prüft. Hier lässt sich meist auch das Geschlecht erkennen, wenn du es wissen möchtest.
SSW 24–28
Zuckerbelastungstest auf Schwangerschaftsdiabetes. Anti-D-Prophylaxe bei negativem Rhesusfaktor. Keuchhusten-Impfung. Beginn des dritten Trimesters.
SSW 28
Fang an, täglich die Kindsbewegungen zu zählen. Der Geburtsvorbereitungskurs beginnt meist um diese Zeit.
SSW 35–37
Pack deine Kliniktasche. Sprich beim Termin in SSW 36 über deinen Geburtsplan. Falls nötig ein Ultraschall zur Lagekontrolle.
SSW 37–42
Achte auf die Anzeichen der Geburt. Die meisten Babys kommen zwischen SSW 38 und 42. Kommt die Geburt nicht von selbst in Gang, wird eine Einleitung meist um SSW 41–42 angeboten.
Warum sich Geburtstermine verschieben
Dass der Termin im Lauf der Schwangerschaft ein- oder zweimal korrigiert wird, ist üblich und kein Grund zur Sorge. Die Gründe:
- Der Ultraschall ist genauer als die Rechnung ab der letzten Periode. Bei mehr als 5–7 Tagen Abweichung gilt sein Datum.
- Dein Eisprung war später als Tag 14 — häufig bei unregelmäßigen Zyklen oder nach dem Absetzen hormoneller Verhütung. Der Ultraschall gleicht das aus.
- Du warst dir beim Datum deiner letzten Periode nicht sicher, als du gerechnet hast.
- Eine kurz zurückliegende Fehlgeburt kann den Zyklus durcheinanderbringen und die Rechnung ab der Periode unzuverlässig machen.
Nach dem Ultraschall zur Terminbestimmung steht der Geburtstermin für den Rest der Schwangerschaft fest — auch dann, wenn spätere Messungen dein Baby groß oder klein für sein Alter zeigen. Das Wachstum ist von Kind zu Kind verschieden; der frühe Ultraschall zeigt dagegen am genauesten, wann die Schwangerschaft begonnen hat.
Kinderwunsch? Dann brauchst du einen anderen Rechner
Wenn du noch nicht schwanger bist, es aber werden möchtest, hilft dir der Eisprungrechner mehr, der mit Zykluslänge und letzter Periode arbeitet. In den meisten Zyklen findet der Eisprung rund 14 Tage vor der nächsten Periode statt — bei einem 32-Tage-Zyklus also etwa an Tag 18 und nicht an Tag 14. Basaltemperatur, Ovulationstests und die Beobachtung des Zervixschleims ergeben ein genaueres Bild als eine reine Rechnung.
Was dieser Rechner dir nicht sagen kann
- Den genauen Geburtstag deines Babys — nur rund 5 % der Kinder kommen am errechneten Termin
- Das Geschlecht deines Babys — das zeigt das Organscreening in SSW 18–22
- Ob die Schwangerschaft gut verläuft — dafür ist die Vorsorge da
- Ob es Zwillinge oder Drillinge werden — das zeigt der Ultraschall
Der Rechner ist ein Ausgangspunkt. Alles Weitere bekommst du von deiner Ärztin, deinem Arzt und deiner Hebamme.
Und wenn dein Termin schon feststeht und du daraus einen Plan machen willst: Der Schwangerschaftskalender trägt die Kalenderdaten aller vierzig Wochen mit jedem Ultraschall und jeder Untersuchung ein, die Babygröße Woche für Woche zeigt, was in jeder einzelnen passiert, und der Empfängnisrechner dreht die Rechnung dieser Seite um, wenn du eigentlich das Empfängnisdatum suchst.
In Baby Novum: Speichere deinen Geburtstermin in der App und du bekommst tägliche Updates zur Entwicklung deines Babys, Artikel Woche für Woche, Tritte zählen, den Wehen-Timer und einen eingebauten Geburtsplan.
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Häufige Fragen zum Geburtstermin
Wie wird der Geburtstermin berechnet?
Am gebräuchlichsten ist die Naegele-Regel: Geburtstermin = erster Tag der letzten Periode + 280 Tage (40 Wochen). Die Formel setzt einen regelmäßigen 28-Tage-Zyklus mit Eisprung an Tag 14 voraus. Kennst du dein Empfängnisdatum, gilt: Geburtstermin = Empfängnisdatum + 266 Tage (38 Wochen).
Wie genau ist der Geburtsterminrechner?
Das errechnete Datum ist eine Schätzung. Nur etwa 5 % der Babys kommen genau an ihrem Termin zur Welt; die meisten in den zwei Wochen davor oder danach. Der Ultraschall zur Terminbestimmung in SSW 10–13 ist die genaueste Messung und kann den Termin korrigieren.
Was gilt, wenn mein Zyklus keine 28 Tage hat?
Ist dein Zyklus regelmäßig, aber länger oder kürzer als 28 Tage, wird die Rechnung angepasst: Zum Standardtermin kommt die Differenz (Zykluslänge minus 28) dazu. Ein regelmäßiger 32-Tage-Zyklus verschiebt den Termin also um 4 Tage nach hinten. Das Formular auf dieser Seite erledigt das automatisch, sobald du das Feld für die Zykluslänge änderst.
Geht die Berechnung auch ohne das Datum der letzten Periode?
Ja. Wenn du dein Empfängnisdatum kennst — etwa weil du deinen Eisprung beobachtet hast — oder das Datum des Embryotransfers bei einer künstlichen Befruchtung, nimm den entsprechenden Reiter im Rechner. Für die IVF brauchst du das Transferdatum und das Alter des Embryos, Tag 3 oder Tag 5.
Warum nennt der Ultraschall einen anderen Geburtstermin?
Ein früher Ultraschall in SSW 10–13 misst die Scheitel-Steiß-Länge, und die datiert die Schwangerschaft genauer als die letzte Periode — vor allem bei unregelmäßigen Zyklen, spätem Eisprung oder wenn du dir beim Datum unsicher bist. Weicht der Ultraschall um mehr als 5–7 Tage ab, gilt in der Regel sein Termin.
Dauert eine Schwangerschaft 9 Monate oder 40 Wochen?
Eine Schwangerschaft dauert 40 Wochen ab dem ersten Tag der letzten Periode — das sind eher 9,2 Kalendermonate. „Neun Monate“ ist eine grobe Näherung. Ab der Empfängnis gerechnet sind es 38 Wochen, also rund 8,7 Monate.
Kann mein Geburtstermin falsch sein?
Ja, denn er ist eine Schätzung. Am genauesten datiert der frühe Ultraschall; danach bleibt der Termin für den Rest der Schwangerschaft fest stehen. Ultraschalluntersuchungen am Ende messen das Wachstum deines Babys, nicht mehr das Schwangerschaftsalter.
Der Geburtsterminrechner — kurz zusammengefasst
Der Geburtstermin wird berechnet, indem man 280 Tage (40 Wochen) zum ersten Tag der letzten Periode addiert — das ist die Naegele-Regel. Kennst du stattdessen dein Empfängnisdatum, rechnest du 266 Tage dazu. Nach einer IVF wird ab dem Transferdatum und dem Alter des Embryos gerechnet. Das Ergebnis ist eine Schätzung: Nur etwa 5 % der Babys kommen genau an diesem Tag, und der Ultraschall in SSW 10–13 kann den Termin korrigieren. Danach steht er für den Rest der Schwangerschaft fest. Nimm den Rechner als Ausgangspunkt und baue deinen Kalender dann um die Vorsorgetermine herum: Mutterpass in SSW 8–10, Terminbestimmung in SSW 10–13, Organscreening in SSW 18–22, Zuckerbelastungstest in SSW 24–28 und die Vorbereitung auf die Geburt ab SSW 36. Die meisten Babys kommen zwischen SSW 38 und 42 zur Welt. Der Geburtstermin ist der Schlüssel zu allem Weiteren — der Entwicklung Woche für Woche, dem richtigen Zeitpunkt, um Kindsbewegungen zu zählen, dem Moment, die Kliniktasche zu packen, und dem Tag, an dem du deinen Geburtsplan schreibst.