Darf ich in der Schwangerschaft Bier trinken?
Meiden Bier
Nein — Bier ist Alkohol, und eine unbedenkliche Alkoholmenge in der Schwangerschaft ist nicht bekannt. Der niedrigere Alkoholgehalt hilft dabei nicht: In einem großen Glas Bier steckt etwa so viel Alkohol wie in einem Glas Wein. Bier mit 0,0 % ist ein anderes Produkt und eine andere Antwort.
Warum meiden: Enthält Alkohol — vollständig meiden.
Bier gilt als die harmlosere Frage gegenüber Wein, weil alle auf die Prozentzahl schauen. Die andere Hälfte der Rechnung ist die Menge — und ein halber Liter ist deutlich mehr Flüssigkeit als ein Glas Wein.
Warum der Alkoholgehalt das Falsche ist, worauf man schaut
Beim Baby ankommt eine Menge Ethanol, kein Prozentwert. Ein halber Liter Bier üblicher Stärke und ein normales Glas Wein liefern ungefähr dasselbe — genau deshalb sind die Empfehlungen in Alkoholeinheiten formuliert und nicht in Volumenprozent. Alkohol geht ungehindert durch die Plazenta, und dein Baby baut ihn viel langsamer ab als du. Die Belastung dauert also länger als das Getränk.
Die Empfehlung folgt aus einer Lücke, nicht aus einem Befund: Es wurde nie eine Schwelle gefunden, unterhalb derer Alkohol im Mutterleib nichts anrichtet. Deshalb lautet der sicherste Weg: keiner. Die Seite zu Wein führt diese Begründung im Detail aus — es ist dieselbe Logik, und sie ändert sich nicht mit dem Getränk.
Die Linie bei 0,0 %, und das ist der nützliche Teil
| Aufschrift | In Ordnung | Nicht dieselbe Aussage |
|---|---|---|
| 0,0 % | Ja — danach suchst du | — |
| Alkoholfrei | — | Darf bis 0,5 % enthalten |
| Entalkoholisiert | — | Darf bis 0,5 % enthalten |
| Alkoholarm | — | Darf bis 0,5 % enthalten |
Die Zahl ist die Aussage, das Adjektiv ist Werbung. Ein 0,0-%-Bier ist die unkomplizierte Antwort beim Grillen oder auf einer Hochzeit, und es wird inzwischen gut genug gebraut, um die gesellschaftliche Aufgabe zu erfüllen.
Bier in der Schwangerschaft — kurz zusammengefasst
Bier wird in der Schwangerschaft gemieden, weil es Alkohol ist und keine unbedenkliche Alkoholmenge in der Schwangerschaft bekannt ist; der sicherste Weg ist, gar nicht zu trinken. Der niedrigere Alkoholgehalt gegenüber Wein oder Spirituosen macht Bier nicht zur kleineren Frage, denn beim Baby ankommt eine Menge Ethanol und kein Prozentwert: Ein halber Liter Bier üblicher Stärke liefert ungefähr so viel wie ein normales Glas Wein — deshalb rechnen die Empfehlungen in Alkoholeinheiten und nicht in Volumenprozent. Alkohol passiert die Plazenta ungehindert und wird vom Baby sehr viel langsamer abgebaut als von dir. Bier mit der Angabe 0,0 % ist ein anderes Produkt und in Ordnung; genau lesen musst du bei „alkoholfrei“, „alkoholarm“ und „entalkoholisiert“, denn diese Bezeichnungen sind in Deutschland bis 0,5 % Alkohol erlaubt. Dass Bier die Milchbildung fördert, ist ein Ammenmärchen, betrifft ohnehin das Stillen und nicht die Schwangerschaft und wird durch die Wirkung des Alkohols auf den Milchspendereflex aufgehoben. Wer getrunken hat, bevor die Schwangerschaft bekannt war, hört ab jetzt damit auf und spricht die Hebamme oder die Ärztin darauf an.
In Baby Novum: Alle alkoholischen Getränke tragen in allen drei Trimestern dieselbe Bewertung, ohne Bedingung und ohne Ausnahme — einer der wenigen Einträge in der ganzen Datenbank, bei dem sich nichts ändert. Verschlüsselt auf dem Gerät, ohne Konto, ohne Kopie auf einem Server.
Häufige Fragen
Darf ich in der Schwangerschaft Bier trinken?
Nein. Bier ist Alkohol, und der sicherste Weg ist, in der Schwangerschaft gar keinen Alkohol zu trinken, weil keine unbedenkliche Menge bekannt ist. Der niedrigere Alkoholgehalt gegenüber Wein oder Spirituosen ändert daran nichts: Ein großes Glas Bier enthält ungefähr so viel Alkohol wie ein Glas Wein.
Ist alkoholfreies Bier in der Schwangerschaft sicher?
Bier mit 0,0 % ist es. Aufpassen musst du beim Wort davor: Als „alkoholfrei“ darf ein Bier in Deutschland auch dann verkauft werden, wenn es bis zu 0,5 % Alkohol enthält, und dasselbe gilt für „alkoholarm“ oder „entalkoholisiert“. Lies die Zahl, nicht das Adjektiv.
Fördert Bier die Milchbildung?
Das ist ein Ammenmärchen, und es hält sich, weil Gerste einen Stoff enthält, der das Prolaktin steigen lässt. Was auch immer davon übrig bleibt, wird vom Alkohol wieder aufgehoben, der den Milchspendereflex hemmt. Es ist außerdem eine Stillfrage und keine Schwangerschaftsfrage — und kein Grund, jetzt Bier zu trinken.
Ich habe Bier getrunken, bevor ich von der Schwangerschaft wusste.
Das kommt häufig vor, und das Risiko aus einer kleinen Menge ist wahrscheinlich gering. Hör ab heute damit auf und sprich deine Hebamme oder deine Ärztin darauf an — das ist eine Information, kein Geständnis, und ausgesprochen ist sie leichter als mitgetragen.
Ähnliche Lebensmittel
Jedes der 240 Lebensmittel prüfen →